»Road to Hell Analyse« | »Pre Mortem«

Der kürzeste Weg zur Hölle beginnt meist mit guten Absichten.
Workshopdetails.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an…

  • Menschen, die Projekte ins Ziel bringen wollen.
  • Menschen, die den Wert gemeinsamer Überlegungen im Team teilen und erleben möchten.
  • Menschen, die die Zukunft besser machen wollen.

Teilnehmerzahl

Wir empfehlen den Workshop für eine Teilnehmerzahl von min. 2 bis max. 30 Teilnehmer. Je nach Anforderungen sind hier natürlich alle denkbaren Varianten auch möglich.

Ort

Gerne wählen wir bewusst einen besonderen Ort. Lassen Sie den Workshop auf Spiekeroog oder auf einer Berghütte stattfinden. Natürlich ist eine Durchführung ebenso bei Ihnen im Haus wie auch bei uns in Düsseldorf möglich.

Dauer

Die Workshopdauer richtet sich nach der Anzahl der Teilnehmer und der Komplexität des Themas bzw. des Zeitraums, auf den zurückgeblickt werden muss. Im Schnitt dauern unsere Pre-Mortem Workshops einen halben bis einen ganzen Tag.

Vorbereitungszeit

In der Regel planen wir für die Durchführung eines solchen Workshops mit einer Vorlauf- und Vorbereitungszeit von 2 Wochen.

Unterlagen

Sie erhalten von uns im Rahmen des Workshops folgende Unterlagen und Materialien:

  • Dokumentation der Ergebnisse

Verpflegung

Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Schnellanfrage

Investieren Sie fünf Minuten, beantworten einige wenige Fragen und wir melden uns umgehend bei Ihnen mit weiteren Informationen. Versprochen!

Klicken Sie für die Schnellanfrage hier.

Warum lange lesen?
Gerne erläutern wir Ihnen direkt und individuell,
worum es in dem Workshop geht
und wie wir diesen optimal auf Sie
zuschneiden können.

Ihre Ansprechpartner:
Jochen Schuchardt

Tel.: +49.211.73.065.365
Mail: hallo [a t] sevenhorizons.de
 

 

Kennen Sie das auch?

Der Meetingraum ist vorbereitet, das Key Visual des Projekts flimmert vom Großbildschirm, die Verantwortlichen sind in angespannter Vorfreude. Alle Projektstakeholder sind da: Produktmanagement, Entwicklung, Marketing, IT, HR, Vertrieb und auch das Geschäftsführungsteam hat sich noch angekündigt. Zwei Stunden, ein ambitioniertes Innovationsprojekt und hohe Erwartungen. 

Wir bauen ein neues digitales Produkt, das „wirklich etwas bewegen“ wird. Alles wirkt sauber, durchdacht undbereit, die Marktanalysen, Business Case, Roadmap sind auf Knopfdruck verfügbar.  Und die Teilnehmenden sind überzeugt: 

  • „Wenn wir jetzt nicht starten, sind wir zu spät am Markt.“
  • „Technisch ist das machbar.“
  • „Der Mehrwert ist klar – wir müssen ihn nur erklären.“
  • „Wir dürfen uns nicht verzetteln, sonst verlieren wir Momentum.“

Die Diskussion verläuft euphorisch. Risiken werden erwähnt, aber schnell relativiert.

  • „Das klären wir später.“
  • „Das ist eher ein Umsetzungsthema.“
  • „Im Zweifel entscheiden wir unterwegs.“

Und am Ende gehen alle mit dem guten Gefühl auseinander, alles Wesentliche gesagt und bedacht zu haben.

Neun Monate später ist das Produkt live. Technisch stabil und fachlich korrekt. Und trotzdem bleibt der messbare Erfolg hinter den Erwartungen zurück. Kunden sind nicht zu finden und Unsicherheit macht sich intern breit. In Review-Meetings klingen die Sätze plötzlich anders:

  • „Eigentlich war nie ganz klar, für wen das wirklich gedacht ist.“
  • „Wir haben angenommen, der Nutzen erklärt sich von selbst.“
  • „Die kritischen Fragen waren früh da – aber sie passten nicht in den Zeitplan.“

Rückblickend ist vieles leider schmerzhaft logisch, zu Beginn fühlte es sich alles richtig an.

Der “Weg in die Hölle” ist bekanntlich mit guten Absichten gepflastert. Projekte scheitern selten an schlechten Zielen. Meist scheitern sie an sehr guten Zielen, von denen alle zu schnell zu sehr überzeugt waren. Und genau das war das Problem.

Ein Pre-Mortem setzt am Ende des Projekts an, nicht am Anfang. Es fragt nicht: Wie bringen wir dieses Produkt erfolgreich auf den Markt? Sondern, warum werden wir trotz bester Absichten genau damit gescheitert sein?

Gute Ziele schützen nicht vor schlechten Wegen

Viele Produkt-, Organisations-, Change-, Innovations- oder IT-Projekte scheitern nicht, weil die Idee und die Ziele schlecht waren, sondern weil der Weg dorthin zu optimistisch gedacht wurde. Annahmen über  Märkte, Kunden- oder Mitarbeitendenverhalten, interne Anschlussfähigkeit oder die hohe Komplexität im Produkt bleiben unausgesprochen. Risiken werden relativiert, Zielkonflikte vertagt und Warnsignale zwar gesehen, aber nicht ernst genug genommen. Wer will schon schlechte Nachrichten überbringen oder hören?

Eine klassische Projektlogik blickt nach vorn: Initiierung, Planung, Umsetzung, Projektcontrolling, Abschluss. Was dabei häufig fehlt, ist der strukturierte Blick auf das, was das Vorhaben ausbremsen, entwerten oder scheitern lassen könnte.

Ein Pre-Mortem dreht diese Logik um und bietet eine vorausschauende Analyse, die das Scheitern gedanklich vorwegnimmt. Dies ist nie als Provokation gemeint, sondern als realistische Möglichkeit in unserer volatilen, unsichern, komplexen und mehrdeutigen “VUCA-Welt”.

Darum geht es in dem Workshop…

Im Pre-Mortem Workshop gehen wir davon aus, dass das Vorhaben sein Ziel verfehlt hat. Das Projekt wurde entwickelt, hat aber seine Ziele vollständig nicht erreicht. Das Projektergebnis blieb komplett hinter den Erwartungen zurück. Und von diesem Punkt schauen wir zurück und fragen:

  • Welche Annahmen haben sich als falsch erwiesen?
  • Wo haben wir Komplexität unterschätzt?
  • Welche Entscheidungen wurden zu spät oder gar nicht getroffen?
  • Welche Abhängigkeiten haben wir ignoriert?

Dabei entstehen oft Sätze wie:

  • „Wir waren zu sehr in der Lösung, zu wenig im Problem.“
  • „Wir haben auf Geschwindigkeit gesetzt, obwohl wir mehr auf die echte Produktreife hätten achten sollen.“
  • „Wir haben Konflikte vertagt, bis sie nicht mehr gestaltbar waren.“

Was Organisationen dadurch gewinnen

Ein Pre-Mortem ersetzt Hoffnung und Optimismus durch Trittsicherheit und konkrete Handlungsempfehlungen für das “Hier und Heute”. Risiken werden früher sichtbar, Annahmen explizit überprüfbar und Entscheidungen robuster. Teams entwickeln ein gemeinsames Verständnis dafür, wo ein Vorhaben fragil ist und wo besondere Aufmerksamkeit nötig wird.

Wie wir ein Pre-Mortem gestalten

Wir schaffen einen klaren, wertschätzenden und sicheren Rahmen, in dem kritisches Denken ausdrücklich erwünscht ist.

  • Darstellung des Vorhabens mit Zielbild, Kontext und zentralen Annahmen
  • Gedanklicher Zeitsprung: „Wir haben unser Ziel nicht erreicht. Was ist passiert?“
  • Individuelle Reflexion zu Ursachen, Stolpersteinen und systemischen Risiken
  • Zusammenführung und Strukturierung der Perspektiven auf die Wirkzusammenhänge
  • Identifikation von Mustern, Zusammenhängen und kritischen Hebeln
  • Ableitung konkreter Anpassungen am Vorgehen, an Entscheidungen oder am Design des Vorhabens

Es geht in einem solchen Workshop im Kern um Wirkzusammenhänge. Und das ganze darf bei aller Ernsthaftigkeit auch Spaß machen und eine gewisse Leichtigkeit der Diskussion mit sich bringen.

Lieber heute den Plan gekonnt anpassen als morgen das Scheitern erklären!

So kann es weitergehen…

Wer früh erkennt, dass der Weg in die falsche Richtung führt, hat noch Optionen. Wer erst am Ziel merkt, dass es das falsche ist, muss reparieren, rechtfertigen oder abbrechen.

Wenn Sie ein Vorhaben haben, das Ihnen wichtig ist, und sicherstellen wollen, dass gute Absichten nicht unbemerkt auf eine ungünstige Route führen, sprechen Sie mit uns. Gemeinsam klären wir, ob ein Pre-Mortem in Ihrem Kontext hilft, den richtigen Weg bewusst zu wählen.

Nehmen Sie unverbindlich mit uns Kontakt auf.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Trip auf der “Road to Hell”.